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Anwalt, Kanzlei und Praxis im Internet

Anwalt, Kanzlei und Praxis im Internet

Kanzlei, Praxis und Kleinunternehmen im Internet

Wie soll sich der Anwalt oder der Arzt im Internet verhalten? Was ist zu beachten? Welche Grundsätze sollten befolgt werden?

Der Anwalt oder der Arzt steht hier als Synonym für alle Berufsgruppen, die vier Gemeinsamkeiten haben:
Sie wollen seriös wirken;
Sie wollen Fachverstand vermitteln;
Sie wollen Kunden mittels Internet generieren und
sie wollen bestehenden Kunden einen guten Eindruck vermitteln.

Hier können auch Praxen, Geschäftsführer, Lehrer oder Politiker betroffen sein, dem Grunde nach ist dies egal. Gemeinsam ist allen: Der Name und der Beruf werden gleichgesetzt. In der Jugend ist man oft leichtsinnig mit Äußerungen, später bereut man seine Veröffentlichungen oftmals. Neukunden oder Interessierte merken sich den Gesprächs- oder Geschäftspartner und „googeln“ ihn, um mehr über Kompetenz, fachliche Qualität und Ansicht zu erfahren. Trotz der Datenflut im Internet gehen eigene Beiträge meist nicht unter, wenn dem entsprechenden Namen mittels Suchmaschinen nachgespürt wird.

Hier schnappt die Falle leicht zu.

Als Anwalt werden seriöse Berichte veröffentlicht, mittels des gleichen Namens werden lustige Details aus dem Kanzleileben bekannt gegeben.

Gehen Sie davon aus, dass, wenn Sie unternehmerisch im Internet tätig sind, immer der Bezug zu Ihrer Person hergestellt werden kann. Wie Sie sich erfolgreich vorbereiten, zeigen die nachstehenden Hinweise.

1. Schreibfehler

Vermeiden Sie Schreibfehler in den Texten, die Sie veröffentlichen. Schreiben Sie niemals unter Einfluss von Alkohol oder Medikamenten. Es besteht die Gefahr, emotional stark ausgeprägt zu schreiben, oder den Eindruck zu erwecken, oberflächlich zu schreiben. Schlimmstenfalls kann Ihnen mangelhafte Rechtsschreibfähigkeit unterstellt werden. Das gilt auch für E-Mails.

2. SMS-Sprache

Vermeiden Sie, die mittels BlackBerry gewohnte Kurzsprache im Internet zu nutzen. Schreiben Sie in ganzen Sätzen, gehen Sie davon aus, immer für Personen zu schreiben, die bisher den Sachverhalt nicht gekannt haben. Wenn Sie sich zu einem Thema äußern, schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung, ehe Sie Ihre Ansicht mitteilen. Gehen Sie davon aus, dass Ihr Beitrag möglicherweise auf anderen Webseiten dupliziert wird, der Kontext jedoch nicht. Auch hier sollten Sie E-Mails mit einbeziehen. Sie wissen nie, ob eine E-Mail, auch gegen Ihren Willen, veröffentlicht wird.

3. Inhalte

Vermeiden Sie konfliktträchtige Themen, die Ihre Leser verärgern können. Schreiben Sie nicht zu religiösen Streitigkeiten, sexuellen Vorlieben, politischen Ansichten und dergleichen. Vermeiden Sie Produktbewertungen. Machen Sie sich nicht angreifbar.

4. Bewertungsportale

Vermeiden Sie Bewertungsportale zur Darstellung und Promotion Ihrer Kanzlei. Negative Bewertungen sind jederzeit ersichtlich und es ist schwierig, diese löschen zu lassen. Sie haben keinen Einfluss auf solche Bewertungen, und Sie wissen auch nicht, ob diese Bewertungen nicht gefälscht sind. Sie wissen selbst besser, wer hieran Interesse haben könnte. Vermeiden Sie, Dritte negativ zu bewerten. Auch hier lassen sich Rückschlüsse auf Sie zu, mit Rachebewertungen ist zu rechnen.

5. Was gespeichert wird, wird auch gefunden

Gehen Sie generell davon aus, dass Ihre Website, Ihre Veröffentlichungen auf Twitter oder Facebook wie auch Ihre E-Mails immer gespiegelt werden können und auch werden. Gehen Sie davon aus, dass eine Löschung mitunter schwierig ist, wenn sich die Betreiber von Internetangeboten, welche Ihre Inhalte spiegeln, im Ausland befinden. Schreiben Sie daher immer so, als wenn Sie einen Brief für Ihre Kanzlei erstellen würden.

6. Protokollierung

Notieren Sie sich Ihre Veröffentlichungen und halten Sie diese im Blickfeld. Kopieren Sie die URL´s in ein Dokument, so dass Sie jederzeit nachvollziehen können, was Sie selbst veröffentlicht haben. Betrachten Sie den Umgang mit dem Internet als zu dokumentierenden Sachverhalt.

7. Beiträge erzeugen

Erzeugen Sie eigene, hochwertige Beiträge, um einen Schutzschild gegen negative Bewertungen und Rufmord zu schaffen.

Weitere Hinweise:
Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung
Richtlinienkonforme Suchmaschinenoptimierung

Wir wünschen viel Erfolg für Ihre Datenhaltung im Internet!

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